Nachruf auf Friedhelm Bangert

Das ZupfEnsemble Wuppertal 1919 trauert um Friedhelm Bangert der am 26.11.2018 starb.

Friedhelm Bangert trat 1959 als 17jähriger der Elberfelder Mandolinen-Gesellschaft 1919 (EMG) bei, in der bereits sein Vater Karl seit den 1920er Jahren aktiv war und die heute als Zupfensemble Wuppertal 1919 ihrem 100jährigen Jubiläum entgegensieht.

In den mehr als 50 Jahren als Mitglied der EMG und des Bundes Deutscher Zupfmusiker (BDZ) war er als Mandolinist, Gitarrist, Ausbilder, Dirigent, Konzertmeister, Vereinsvorsitzender und Arrangeur maßgeblich an der Entwicklung der Zupfmusik in Wuppertal und darüber hinaus beteiligt.
Bereits in jungen Jahren war er Jugendvertreter im nordrhein-westfälischen Landesverband des BDZ, später einige Jahre dort auch Bezirkssprecher. Zwischen 1977 und 1984 absolvierte er die Ausbildung zum Dirigenten und Instrumentallehrer an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen.
Während dessen führte er 1982 als Dirigent die EMG und die Wuppertaler Mandolinen-Gesellschaft 1921/22 zu einer Orchestergemeinschaft zusammen.

Über seine Vereinsaktivitäten hinaus unterstütze er zeitweise andere Zupforchester, z.B. das Hildener Mandolinenorchester. Er war außerdem beteiligt an der Organisation des Tages der Laienmusik 1988 sowie des BDZ-Bundesmusikfestes 1990, beide in Wuppertal.

Als Mandolinen- und Gitarrenlehrer bildete er viele Jahrzehnte lang im Rahmen seines Vereins, aber auch in der Katholischen Familienbildungsstätte Wuppertal sowie im Privatunterricht zahlreiche Zupferinnen und Zupfer aus, darunter auch seinen Sohn Ulf, der später u.a. in den Landeszupforchestern Hessens und Badens aktiv war und heute als Folkmusiker das musikalische Erbe seines Vaters weiterträgt.

Nach einer schweren Erkrankung im Jahr 2012 musste sich Friedhelm Bangert aus dem Musikleben weitgehend zurückziehen und konnte das Konzert seines Vereins zum 99jährigen Bestehen nicht mehr erleben.
Wir werden Friedhelm Bangert ein ehrendes Gedenken bewahren.